Bei Einbruch richtig versichert - worauf es der Versicherung wirklich ankommt

Rund 40 Prozent aller Kunden kennen den Fall, dass sich ihre Versicherung im Fall eines Einbruchsdiebstahls weigert, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Die häufigsten Gründe für die Ablehnung sind eine fehlende Dokumentation der Wertsachen sowie leichte oder grobe Fahrlässigkeit. Ebenfalls keine Haftung übernimmt die Versicherung, wenn die Einbruchspuren fehlen. Aber wie verhält man sich als Privatperson richtig, damit im Fall der Fälle wenigstens kein finanzieller Schaden entsteht?

Einbruch Versicherung

Welche Versicherung im Schadenfall zahlt und was ersetzt wird

Schäden durch Einbruchsdiebstahl in private Wohnung und Häuser deckt im Normalfall die Hausratversicherung ab. Zum Hausrat zählt nicht nur die komplette Inneneinrichtung, sondern auch alle Gegenstände, die in den betreffenden Räumlichkeiten zum Gebrauch oder Verbrauch bestimmt sind: Geschirr, Wäsche, Kleidung, Bücher, Bilder, Schmuck etc. sowie Bargeld.

Gedeckt sind dabei auch die Kosten für die Wiederherstellung beschädigter Baubestandteile wie Türen und Fenster. Bei manchen Unternehmen ist auch der Austausch des Eingangsschlosses Teil der Ersatzleistung.

Die Übernahme von Schäden durch Vandalismus ist in Normalfall nicht automatisch in der Hausratversicherung versichert, kann jedoch zusätzlich beantragt werden und erhöht die Prämie.

Bei Wertgegenständen wird anfangs üblicherweise nur der Zeitwert ersetzt, die Differenzsumme zum Wiederbeschaffungswert erhält man beim Folgekauf - die Frist dafür beträgt ein Jahr oder weniger.

Wie Sie sich richtig verhalten, damit die Versicherung bezahlt

Was Sie vielleicht nicht wissen: Eine längere Abwesenheit gilt als gefahrenerhöhend und ist dem Unternehmen mitzuteilen. Wenn Sie also eine Weltreise unternehmen oder sich auf einem ausgedehnten Kuraufenthalt befinden und mehrere Monate fernbleiben, wird ein Extrabeitrag für den Schutz Ihres Hausrats fällig - oder Sie schließen in diesem Zeitraum bestimmte Gegenstände aus, um keinen höheren Tarif bezahlen zu müssen.

Bei Fahrlässigkeit weigert sich die Versicherung im Normalfall, für den entstandenen Schaden nach einem Einbruchsdiebstahl aufzukommen. Diese ist gegeben, wenn sich beispielsweise die Fenster im Erdgeschoss zum Zeitpunkt des Verbrechens in Kippstellung befanden oder der Schlüssel in der Nähe der Eingangstür aufbewahrt wurde. Worauf es wirklich ankommt, sind aber wie immer die genauen Umstände.

Haben Sie in Ihrem Vertrag die Übereinkunft getroffen, dass Ihre Immobilie durch eine Alarmanlage zu sichern ist, und diese war zum Zeitpunkt des Verbrechens nicht aktiviert, gilt dieser Umstand ebenfalls als fahrlässig.

Transportable Wertgegenstände wie Schmuck oder Gemälde sowie Bargeld sind mit maximaler Sicherheit zu verwahren, im Idealfall in einem Safe. Dieser hat den in der jeweiligen Police definierten Anforderungen zu entsprechen.

Last but not least müssen Sie den Einbruchsdiebstahl unverzüglich der Polizei und danach zügig dem Vertreter melden oder bei online abgeschlossenen Verträgen per Website melden.

Wertgegenstände- und Stehlgutliste

Jeder private Haushalt sollte eine Wertgegenständeliste führen, die außerhalb der eigenen vier Wände an einem sicheren Ort deponiert wird - etwa im absperrbaren Aktenschrank im Büro oder im Bankschließfach (ohne Angabe der eigenen Adresse!).

Darauf befinden sich alle teuren oder seltenen Wertgegenstände inklusive Wertangaben und Fotos, vor allem jene Stücke, für die es keine Kaufbelege mehr gibt. Dieses Verzeichnis dient zum Nachweis des entstandenen Schadens gegenüber dem Versicherer. Für neuere exklusive Anschaffungen sollten Sie immer alle Quittungen aufheben und sorgsam aufbewahren. Dasselbe gilt für Urkunden, Expertisen und Ähnliches.

Nach dem Einbruchsdiebstahl fertigen Sie eine Stehlgutliste mit den Namen bzw. Bezeichnungen der entwendeten Gegenstände für den Versicherer an und stellen sie dieser innerhalb von drei Wochen zu (ebenso der Polizei). Gesondert bereiten Sie für die Versicherung folgende Unterlagen vor: Kaufbelege - falls diese nicht vorhanden sind, erstellen Sie genaue Beschreibungen der gestohlenen Gegenstände (Maße, Material, Hersteller, Typenangabe, ...) sowie die Dokumentation des Schadens mittels Fotos oder Videoaufnahmen (von den durchstöberten Zimmern, offenen Schränken, ... und dem zerstörten Eigentum wie Vasen, Geschirr, ...).

Wenn Sie alle Tipps beherzigen und Hinweise befolgen, können Sie guter Dinge sein, dass Ihre Versicherung den Schaden nach einem Einbruchsdiebstahl übernimmt und Ihnen Ihr wertvolles Hab und Gut zumindest finanziell vollständig ersetzt wird.


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